Kontakt

Dr. Wolfgang Schuchert
Telefon:+49 221 5062-671

Terminvereinbarung Führungen durch das Institut und die WissenschaftsScheune

Christiane Wojtera
Assistentin Öffentlichkeitsarbeit
Telefon:+49 221 5062-106Fax:+49 221 5062-107

Geschichte

Geschichte

Im Jahr 1928 eröffnete die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Müncheberg (Mark Brandenburg) das Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung. Dessen erster Direktor, Erwin Baur (1875-1933), gilt als Gründer der Pflanzenvirologie und Entdecker der Plastidenvererbung. Er legte den Grundstein zur Genetik des Löwenmäulchens und initiierte viele Neuzüchtungen wie beispielsweise die Süßlupine. Im März/April 1945 wurde das Institut nach Voldagsen, Kreis Hameln, verlegt. 1948 wurde die Forschungsstätte von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften fortgeführt. 1951 erhielt das Institut den Namen Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung und siedelte 1955 nach Köln auf das Gelände des Guts Vogelsang. Nach der Emeritierung von Wilhelm Rudorf im Jahre 1961 erfolgte unter Joseph Straub eine erste große Umorientierung des Instituts: Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten wurde vom primär anwendungsorientierten Sektor auf die Grundlagenforschung verlagert. Wissenschaftler des Instituts erarbeiteten dabei wichtige Methoden der Zell- und Gewebekultur höherer Pflanzen. Nach der Emeritierung von Joseph Straub und Wilhelm Menke wurden in den Jahren 1978 bis 1985 Jozef Schell, Heinz Saedler, Klaus Hahlbrock und Francesco Salamini als neue Direktoren berufen. Mit ihrer Ernennung verlagerte sich der Forschungsschwerpunkt erneut, nunmehr auf die molekulargenetische Grundlagenforschung und ihre Anwendung in der Pflanzenzüchtung.



Lupinen-Zuchtgarten des Institutes in Müncheberg, 1934
Lupinen-Zuchtgarten des Institutes in Müncheberg, 1934



Die Berufung der derzeitigen Direktorengeneration begann im Jahr 2000 mit Paul Schulze-Lefert (Abteilung "Pflanze-Mikroben Interaktionen"). In 2001 folgte George Coupland (Abteilung "Entwicklungsbiologie der Pflanzen") und in 2004 als dritte Neuberufung Maarten Koornneef (Abteilung "Pflanzenzüchtung und Genetik"). Miltos Tsiantis begann mit dem Aufbau seiner Abteilung "Vergleichende Entwicklungsgenetik" im Jahr 2012.

Die neuen wissenschaftlichen Abteilungen fokussieren ihre Forschung überwiegend auf Modellpflanzen, um die molekularen Grundlagen spezifischer Eigenschaften und deren Regulierung zu verstehen. Neben den vier Abteilungen arbeiten unabhängige junge Forschergruppen und weitere wissenschaftliche Arbeitsgruppen, die neben ihrer Forschung Serviceaufgaben wahrnehmen.
Im Januar 2001 wurde am Institut die Max Planck Research School "Molecular Basis of Plant Development and Environmental Interactions" ins Leben gerufen. Das interdisziplinäre Promotionsprogramm richtet sich an hoch motivierte Studenten mit dem Zweck neue, bahnbrechende Forschungen voranzutreiben und wurde zusammen mit der Universität zu Köln gegründet. Seit 2013 gibt es einen neuen Forschungsschwerpunkt „Komplexe Pflanzeneigenschaften verstehen mit der Hilfe von computerunterstützten und evolutionsorientierten Ansätzen“. Am neuen Programm ist auch die Heinrich-Heine Universität Düsseldorf  beteiligt.

Am 20. November 2009 hat der Senat der Max-Planck-Gesellschaft der Umbenennung des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in "Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung" zugestimmt.

 
loading content